KISSIN‘ DYNAMITE

Dass KISSIN‘ DYNAMITE keine halben Sachen machen, dürfte inzwischen überall bekannt sein. Nach nationalen und internationalen Erfolgen mit STEEL OF SWABIA (2008), ADDICTED TO METAL (2010), MONEY, SEX & POWER (2012) und zuletzt MEGALOMANIA (2014) meldet sich die junge Rockband aus Baden-Württemberg im Sommer 2016 mit ihrem bereits 5. Studioalbum GENERATION GOODBYE zurück.

Zeiten des Umbruchs
„GENERATION GOODBYE steht sinnbildlich für ein Gefühl der Sehnsucht, des Aufbruchs & des Neubeginns, was in den 11 neuen Songs immer wieder thematisiert wird“, bekundet Ande Braun, Gitarrist des Fünfers. „Und dabei ist es eigentlich kein Konzeptalbum“, fügt sein Bruder Hannes, Sänger & Songwriter des Quintetts hinzu.
Die Songs seien so ehrlich und authentisch wie nie zuvor. Grund hierfür seien Loslösungen und Veränderungen in geschäftlicher als auch in privater Hinsicht jedes Einzelnen. So trennte sich die Band Ende 2014 von ihrem Management und organisiert sich seither komplett autark. Auch wurde für GENERATION GOODBYE kein externer Produzent mehr verpflichtet. Stattdessen setzte man auf die klare Soundvorstellung der Band, die Sänger und Songwriter Hannes Braun gleichzeitig als Produzent persönlich am Mischpult in die Tat umsetzte. „Wir hatten diese Vision davon, dieses Mal selbst die volle Kontrolle bezüglich unserer Soundvorstellungen zu behalten. Dadurch hatten wir den nötigen Freiraum, ganz ohne Druck oder Zwang von außerhalb, das für uns wahrhaftigste, authentischste und ehrlichste Album abzuliefern“, erinnert er sich. Steffen Haile, Bassist der Truppe ergänzt: „Wir geben in allen Bereichen inzwischen so wenig Arbeit wie möglich ab und machen ergo immer mehr selbst. Wir denken, je mehr von uns selbst kommt, desto besser ist das für das Endprodukt“. So verteilen die Mitglieder Aufgaben wie Songwriting, PR, Merchandise, Social Media etc. kurzerhand intern.
„Natürlich nutze ich das Texten auch dazu, gewisse Ereignisse aus meinem Privatleben zu verarbeiten, in dem sich zuletzt viel getan hat“, reflektiert Drummer und Texter Andi Schnitzer über die Lyrics.

Die Zeit im gesellschaftlichen Wandel
Auch aktuelles Geschehen in Politik  & Wirtschaft habe das Songwriting beeinflusst. „Wir befinden uns in einer Zeit, in der jeder immer erreichbar sein muss und zu jedem Zeitpunkt alles wissen will. Die falschen Dinge werden zu wichtig genommen. Das ist nicht mehr gesund. Die Menschen werden dadurch unsicher, blind und scheu“, attestiert Andi Schnitzer. „Weil wir der Zukunft in dieser Form sehr besorgt entgegen sehen, ist GENERATION GOODBYE auch gewissermaßen als Befreiungsschlag zu sehen. Wir sind die Generation, die etwas bewirken kann. Unsere Generation kann erkennen, was falsch läuft und wir rufen dazu auf, dieser Entwicklung bewusst den Rücken zuzukehren.“

Generation Smartphone 
Konkret finge es laut den Musikern dabei schon bei banalen Dingen an. Es sei schon ein Anfang, einmal wieder einen Abend unter guten Freunden zu verbringen oder auf ein Konzert zu gehen – jedoch ohne das Handy dabei zu haben. Man müsse sich bewusst dazu entscheiden, für ein paar Stunden nicht für alle Welt erreichbar zu sein. Dann laufe man auch nicht Gefahr das Gefühl zu bekommen, womöglich etwas verpassen zu können. „Stattdessen habe ich so die Möglichkeit das Hier und Jetzt, den Moment, wie er ist, für mich und mit anderen zu genießen“, stellt Ande Braun fest.

Zusammenhalt & Beständigkeit
Die Schnelllebigkeit, die unsere Zeit in sich birgt, macht auch vor der Musik keinen Halt. Den Beweis dafür liefern jüngst die größten Plattenfirmen dieser Zeit. Es werden von heute auf morgen Künstleridentitäten geschaffen, die übermorgen schon wieder von der Bildfläche verschwinden sollen um Platz für ihre Nachfolger zu machen. „Somit unterliegen wir einem Werteverlust, dem wir mit unserer Musik zu trotzen versuchen“, sinniert Gitarrist Jim Müller. „Wir sind sicher, dass ein Grund unseres Erfolgs unsere Beständigkeit und unser Zusammenhalt als Band ist.“ Und dass die Band seit Schulzeiten zusammen musiziert, hört man der Gruppe mit jedem Ton an.